Ultimative Philippinen Reiseziele: Diese 5 Orte Darfst Du Nicht Verpassen

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Philippines Photobook
Ein halbes Jahr durch die Philippinen zu reisen, füllt Kopf und Fotobuch mit großartigen Erinnerungen.

7107 Inseln bilden die Philippinen. Das sind 7107 Orte, die nur darauf warten, von euch erkundet zu werden und euch ihre Reichtümer zu zeigen: wunderschöne Strände, kristallklare Lagunen, sattgrüne Reisterrassen, 120 verschiedene Dialekte, kulturelle Traditionen, wundersame Naturheiler, beeindruckende Korallenriffe, überwältigende Kletterfelsen, Vulkane, Walhaie, mit denen man schwimmen kann – die Liste ist endlos. Leider habe ich es nicht geschafft, alle 7107 Inseln zu bereisen. Allerdings konnte ich Unmengen wundervoller Erinnerungen sammeln, während ich ein halbes Jahr lang durch die Philippinen gebackpackt bin und dort auch gearbeitet habe.

In diesem Post habe ich versucht, alle diese Erinnerungen für euch auf meine fünf absoluten Highlights runterzubrechen. Diese fünf Orte kann ich nur jedem empfehlen, der einmal auf den Philippinen unterwegs ist.

1. Reisterrassen (Batad, Nord-Luzon)

Batad ist ein abgeschiedenes Dorf in der Ifugao-Provinz, nahe Banaue. Die Reisterrassen, die ihr dort findet, gelten als die am besten erhaltenen Terrassen des gesamten Cordillera-Gebirges. Sie sind über 2000 Jahre alt und gehören seit 1995 zum UNESCO Weltkulturerbe. Ihr könnt euch zu Fuß durch diese antiken Strukturen führen lassen und euch selbst ein Bild davon machen, wie hart die Einheimischen über Jahrhunderte hinweg gearbeitet haben, um sie zu erschaffen und in so gutem Zustand zu erhalten.

Hinter den Reisterrassen versteckt sich ein kleines Stück vom Paradies: ein Wasserfall mit einem kristallklaren Pool. Viele Touristen fragen sich, ob sich der Abstieg und die Wanderung dorthin wirklich lohnt. Falls ihr Zeit habt und das Wetter entsprechend gut ist, würde ich euch definitiv empfehlen, dem Wasserfall einen Besuch abzustatten. Alternativ könntet ihr den Rest des Tages damit verbringen, die verschiedenen Aussichtspunkte um und zwischen Batad und Banaue abzufahren.

Wie man hinkommt: Banaue ist mit seinen diversen Unterkünften ein optimaler Ausgangspunkt zum Erkunden der umgebenden UNESO Weltkulturerbe-Stätten. Nehmt von dort aus einfach ein Tricycle (hin und zurück ca. 800-1000 PHP) oder ein Jeepney (hin und zurück ca. 40-50 PHP) zum Ausgangspunkt des Wanderwegs zu den Reisterrassen von Batad. Natürlich ist das Jeepney deutlich günstiger als ein Tricycle. Allerdings hat ein Tricycle den Vorteil, dass ihr überall entlang des Weges anhalten könnt (es gibt einige malerische Aussichtspunkte auf dem Weg nach Batad) und eventuell könnt ihr auch eurem Fahrer noch ein paar Informationen und Erfahrungen aus erster Hand über die Reisterrassen und das Leben im hohen Norden entlocken.

Um nach Banaue zu gelangen, solltet ihr einen Nachtbus (z.B. Oyahami) von Manila aus nehmen. Die Fahrt dauert neun Stunden und kostet ca. 490 PHP. Bucht am besten mindestens einen Tag vorher, damit ihr auch wirklich einen Sitzplatz bekommt, der nicht nur aus einem Plastikstuhl im Mittelgang des Busses besteht (zum selben Preis) – nur solange der Vorrat reicht. 😉

Tipps und Tricks: Bedenkt die deutlich anderen klimatischen Bedingungen in Nord-Luzon, wenn ihr euren Backpack oder Koffer packt. Dort oben sind es nur um die 20°C, bei Regen eher kälter. Auch nachts wird es nochmal deutlich kühler. Außerdem solltet ihr gute Wanderschuhe einpacken. Nach ein paar Regentagen kann sich die Wanderung durch die Reisterrassen sehr rutschig und schlammig gestalten. Es gibt übrigens recht wenige Geldautomaten in der Region um Banaue, also hebt am besten schon vorher genug Geld ab.

Batad Rice Fields
Die Reisterrassen in Batad sind über 2000 Jahre alt und sehr gut erhalten.

2. Nacpan Beach (El Nido, Palawan)

Palawan und die Region um El Nido sind bei Reisenden aus der ganzen Welt bereits ziemlich bekannt. Da beide sich zu Touristenmagneten entwickelt haben, ist El Nido ab und an so richtig überlaufen. Wenn ihr den Massen entfliehen wollt, ist eine tolle Alternative zum Insel-Hopping auf dem Barcuit-Archipel, einfach an einem schönen weißen Sandstrand zu entspannen. Nacpan Beach, ca. 20 km nördlich von El Nido, ist definitiv einen Tagesausflug wert. Der seicht ins Meer abfallende Strand ist perfekt zum Schwimmen und Plantschen. Außerdem gibt es dort einen zugehörigen, sehr ländlich-einheimischen „Zwillingsstrand“, Caitang Beach (östlich vom Nacpan Beach), wo ihr eine süße Strandbar findet. Von dort aus kann man wundervoll den Sonnenuntergang mit einem kalten Bier genießen, während man gemütlich im Sand liegt.

Wie man hinkommt: Mietet euch entweder einen Motorroller in El Nido für 400-500 PHP pro Tag oder nehmt ein Tricycle und bittet den Fahrer, auf euch zu warten, damit ihr nachts auch wieder zurück nach El Nido kommt (ansonsten sitzt ihr am Nacpan Beach nämlich fest). Falls das trotzdem passiert, könnt ihr an der kleinen Strandbar am Caitang Beach nach freien Zimmern fragen. Denkt auch daran, den Fahrer erst zu bezahlen, wenn ihr wieder in El Nido seid, ansonsten wartet er vielleicht nicht auf euch. Und natürlich solltet ihr den Preis im Vorhinein aushandeln – versucht den Trip so zwischen 1000 und max. 1500 PHP (hin und zurück) zu bekommen.

Sunset Nacpan Beach
Nacpan Beach ist perfekt, um sich an heißen Tagen etwas Abkühlung beim Schwimmen zu verschaffen und bietet euch makellose Sonnenuntergänge wie aus dem Reisekatalog.

3. Korallentauchen (Balicasag & Siquijor)

Die Philippinen sind unter Tauchern wegen ihrer vielen großartigen Tauchplätze weltbekannt. Auf den meisten ihrer Inseln findet man Orte voll reichen Unterwasserlebens. Malapascua im Norden von Cebu ist vor allem bekannt dafür, einer der wenigen Orte der Welt zu sein, an denen man Fuchshaie sehen kann. Coron bietet beeindruckende japanische Schiffswracks aus dem zweiten Weltkrieg und Apo Island ist ein berühmtes Reservat für Meeresschildkröten. Wenn ihr aber Korallenwände und –gärten in weniger überfüllten Gebieten betauchen wollt (weniger als 5 Boote pro Tauchplatz), dann würde ich euch vorschlagen, zu den südlichen Tauchplätzen von Balicasag Island nahe Bohol und/oder nach Siquijor Island zu gehen. Vor allem Siquijor hat viele einzigartige Tauchplätze, wie die Paliton Wall, eine Korallenwand mit einer Höhle in 31 Metern Tiefe oder die „Versunkene Insel“ (Sunken Island), eine korallenbewachsene Insel unter Wasser. Tauchen auf Siquijor ist absolut toll und abenteuerlich, und bietet Anfängern wie auch erfahrenen Tauchern, was ihr Herz begehrt.

>> Verwandter Artikel: Budget Travel Guide: Erlebt Siquijor Islands In 3 Tagen

Wie man hinkommt: Um nach Balicasag Island zu kommen, führt der einfachste Weg an Bord einer Fähre nach Tagbilaran (Bohol), entweder von Cebu City aus oder von Dumaguete. Wenn ihr in Balicasag tauchen wollt, bucht einen Tauchtrip bei einem der Tauchcenter am Alona Beach auf Panglao Island (über eine Brücke mit Bohol verbunden).

Wenn ihr auf Siquijor tauchen gehen wollt, nehmt eine Fähre nach Siquijor Town oder Larena von Dumaguete oder Tagbilaran aus. Es gibt auch drei Mal die Woche richtig günstige Fähren (Lite Ferries) von Cebu City nach Larena via Tagbilaran. Die meisten Tauchplätze liegen im Süden der Insel, also sucht euch am besten eine Unterkunft nahe San Juan. Für mehr Infos zu Siquijor, schaut euch diesen Travel Guide an.

coral reef diving Siquijor
Ihr findet jede Menge Rifffische in den Tauchplätzen um Siquijor.

4. Die Hängenden Särge (Sagada, Nord-Luzon)

Sagada ist eine wunderschöne kleine Stadt im Cordillera-Gebirge, westlich von Banaue, und wird meistens von Wanderern als Ausgangspunkt benutzt. Von dort aus könnt ihr die Hängenden Särge im Echo-Tal erkunden, von denen manche bis zu 400 Jahre alt sind. Die meisten von ihnen hängen hoch oben in den Felswänden und es ist schwer, sich vorzustellen, dass Menschen sie bereits vor Jahrhunderten tatsächlich dort hinauf bekommen haben. Für ein noch besseres Erlebnis, sollten die Abenteuerlichen unter euch die Lumiang Begräbnishöhle erkunden, die ungefähr 10-15 Minuten zu Fuß südlich des Hauptortes liegt. Direkt am Eingang findet ihr über 100 übereinandergeschichtete Särge.

Die beste Möglichkeit, alle wichtigen Orte und Höhlen in einem Rutsch zu erkunden, ist die abenteuerliche Cave Connection Tour, die euch sowohl durch die Lumiang-Höhle, als auch die Sumaging-Höhle führt. Die Tour dauert 4 Stunden und ist wirklich nur für die Tapferen unter euch geeignet. Ihr müsst dabei nämlich durch einige (sehr enge) Tunnel kriechen und durch Unterwasserbecken schwimmen. Einen einheimischen Führer könnt ihr euch in der Touristen-Info für 800 PHP organisieren.

Wie man hinkommt: Es bietet sich an, euren Trip nach Sagada mit einem Trip nach Banaue zu verbinden, da beide nur ungefähr 2-3 Stunden voneinander entfernt liegen. Ihr könnt sowohl Banaue als auch Sagada mit einem Nachtbus von Manila aus erreichen. Die Fahrt von Sagada nach Manila dauert gute 12 Stunden und wird von CodaLines für einen regulären Preis ab 720 PHP angeboten.

Tipps und Tricks: Denkt auch hier an die Klimaverhältnisse in Nord-Luzon. Packt einen Pullover und eine Regenjacke sowie festes Schuhwerk zum Wandern ein.

Hanging Coffins Echo Valley
Die Wanderung durch das Echo-Tal mit seinen traditionellen, 400 Jahre alten Hängenden Särgen ist eine außergewöhnliche Aktivität in Nord Luzon.

5. Sugar Beach (Sipalay, Negros)

Der Sugar Beach ist wahrscheinlich einer der schönsten Strände auf den Philippinen und mein zweitliebster Strand der Welt nach Leleuvia Island. Das Beste am Sugar Beach: er ist komplett ab vom Schuss! Wenn ihr euch so richtig erholen, einfach nur am Strand faulenzen und vielleicht hin und wieder noch die eine oder andere Wasseraktivität wie Schnorcheln oder Tauchen einbauen wollt, dann ist das der ideale Ort für euch. Es gibt nur eine Handvoll Resorts am Sugar Beach und zwei Tauchcenter, die auch Schnorchelausflüge anbieten.

Der Sipalay-Fluss teilt die Stadt Sipalay vom Strand, wodurch man nur per Boot dorthin kommt. Ich habe etwas über eine Woche am Sugar Beach verbracht, einfach weil es dort für mich die pure Entspannung und umwerfend leckeres Essen gab. Allerdings ist das Essen am Sugar Beach auch etwas teurer als an vielen anderen Orten auf den Philippinen. Die Preise der Unterkünfte sind aber sehr fair und da man dort sowieso nicht viel Geld für Aktivitäten ausgeben kann (es sei denn, man geht jeden Tag tauchen), wird es insgesamt schon wieder vergleichsweise günstig.

Wie man hinkommt: Nehmt einen Ceres Bus von Dumaguete nach Sipalay. Ein Ticket für den Bus mit Klimaanlage kostet 300 PHP. Von Sipalay könnt ihr entweder ein Tricycle (150-200 PHP) zum Fluss nehmen und ihn mit einem kleinen Paddelboot oder kleinen Banka überqueren (100 PHP) oder ihr ruft einfach in eurem Resort am Sugar Beach an und fragt, ob sie euch ein Shuttle-Boot schicken. Das Boot holt euch dann am Strand von Sipalay ab (5 Min Fußweg vom Busterminal) und kostet zwischen 300 und 400 PHP. Wenn ihr mehrere Leute seid, könnt ihr den Preis natürlich teilen.

Sugar Beach
Der Sugar Beach ist der perfekte Ort, um sich zu entspannen, loszulassen und sich einfach frei zu fühlen.

Was Euch Auch Gefallen Könnte:

Inselreisen sind euer Ding? Denn schaut euch auch dieses Inselparadies im Pazifik an, das ihr ebenfalls sehr kostengünstig bereisen könnt. Seid ihr speziell am Tauchen interessiert? Seht euch in meiner Sektion für Budget Tauch-Guides um und erfahrt, wie ihr die Weltmeere ganz bezahlbar betauchen könnt.

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Lena

Hi, I'm Lena. I've been on the move traveling the world, diving oceans and climbing mountains for almost 10 years. On the blog, I share with you my favorite once-in-a-lifetime travel experiences, places off the beaten path and tips on how you can travel and dive the world without spending a fortune. Also, say hi and join my journey on Instagram - see you there!

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2 Antworten

  1. Absolutely fascinating – you are an inspiration to me – going where life leads you and making the most of it. When you came to Canada, did you ever fet to British Columbia???

    Keep safe.

    Love,

    Suzanne

    >

    1. Suzanne, thank you so much for your lovely comment! I’m glad you think I am an inspiration. In fact, you were one of the most inspiring women I’ve ever met when we were in Botswana – you know why? Because YOU also go where life leads you. And you still do it. That’s amazing! Lots of love from the Philippines!

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