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5 Ultimative Reise-Highlights In Martinique

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January 19, 2018



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Martinique ist eine Insel im Karibischen Meer, gehört aber als Überseedépartement zu Frankreich. Neben ihren ca. 400.000 Einwohnern beherbergt die Insel jedes Jahr viele (meist französische) Touristen. Sie besticht durch eine abwechslungsreiche Landschaft: im Süden findet ihr wunderschöne, weiße Sandstrände, kleine Buchten und einen romantischen Vibe, während der nördliche Teil der Insel u.a. aus einer Steilküste, Regenwäldern und natürlich dem majestätischen Vulkan Mont Pelée besteht. Im Zentrum der Insel hingegen befindet sich ihre pulsierende Hauptstadt Fort-de-France mit historischen Schauplätzen und kulturellen Veranstaltungen.

Im Rahmen einer Sprachreise habe ich sechs Wochen auf Martinique verbracht. Ich wohnte bei einer wundervollen Gastfamilie in Pointe-du-Bout, von wo aus ich jeden Tag die Fähre zu meiner Sprachschule in Fort-de-France nahm. An den Wochenenden mietete ich mir ein Auto oder nahm einen Kleinbus und erkundete die Küsten und Berge. Es gibt Unmengen von Orten, die ich für einen Besuch empfehlen kann, aber in diesem Beitrag versuche ich aus all diesen Möglichkeiten meine ultimativen 5 Martinique Reise Highlights herauszufiltern.

Reise Highlights Martinique

Martinique ist eine Insel, auf der man hunderte wunderschöner Orte erkunden könnte, deshalb fällt die Entscheidung so schwer, welche davon man letztendlich in seine Reiseroute aufnehmen sollte.

1. Mont Pelée

Ich bin schon auf einige Berge gestiegen, aber Mont Pelée war eins meiner persönlichen Wander-Highlights. Es handelt sich dabei um einen aktiven Vulkan im Norden von Martinique. Der berühmte Ausbruch von 1902 endete im schlimmsten vulkanischen Desaster des 20. Jahrhunderts mit über 30.000 Toten. Seit dem ist der Vulkan nur einige weitere Male ausgebrochen, wovon die letzte Eruption in den 1930er Jahren war.

Es gibt verschiedene, sehr gut ausgeschilderte Wege, die auf Mont Pelée führen. Für alle von ihnen solltet ihr körperlich in einem guten, fitten Zustand sein und gute Wetterbedingungen abwarten. Je nach der Route, die ihr wählt, beträgt die Steigung, die auf euch zukommt, zwischen 600 und 1300 Meter. Ich will nicht pessimistisch klingen, aber bereitet euch auf eine anstrengende Erklimmung vor! 🙂 Allerdings werdet ihr schon bald mit unglaublichen Ausblicken auf den Atlantik und Pitons du Carbet für eure Mühen belohnt. Schon während des Aufstiegs könnt ihr die wunderschöne Szenerie des Berges und der umliegenden Landschaft bewundern.

Alternativ zum Aufstieg könntet ihr auch den Tag am malerischen Fuß des Mont Pelée genießen, wo man neben Kanufahren auch durch Wasserfälle und Regenwälder wandern kann.

Anreise: Es gibt einen Parkplatz, der sich etwa eine Meile vom Gipfel entfernt befindet. Er ist ein guter Ausgangspunkt für den Aufstieg.

Tipps und Tricks: Ich empfehle euch, Essen und Trinken einzupacken. Es gibt ein paar wunderschöne Orte für ein Picknick entlang des Weges. Wenn ihr erst einmal dem Gipfel entgegenlauft, fällt die Temperatur auf eine angenehme Kühle, also denkt ggf. auch an eine Jacke.

Mont Pelee Aussicht

Steigt nur bei guten Wetterbedingungen auf Mount Pelée! Ihr werdet bald mit atemberaubenden Aussichten belohnt.

2. Tauchen in Anse à l´Ane

L´Anse à l´Ane ist ein wunderschöner Sandstrand in Trois-Ilets und eine beliebte Alternative zu Anse Mitan in Ponte du Bout, wo es während der Hauptsaison nur so von Touristen wimmelt. Wegen der schwachen Meeresströmungen ist dieser Strand ideal zum Schwimmen und für Wassersportaktivitäten aller Art. Zusätzlich versorgen einen die Strandrestaurants und -bars nicht nur mit Sitzsäcken, sondern auch mit günstigen Getränken und Snacks für den optimalen Genuss eines wunderschönen Sonnenuntergangs am Tagesende.

Außerdem ist Anse à l´Ane ein perfekter Ausgangspunkt zum Tauchen. Viele großartige Tauchplätze im Süden der Insel sind von hier aus innerhalb von 15-20 Minuten per Boot erreichbar. Während meiner Reisen an verschiedenste Orte der Welt habe ich bereits einige unglaubliche Tauchplätze mit eigenen Augen sehen dürfen und ich kann euch versichern: Martinique lohnt sich! Es gibt jede Menge Fische, Meeresschildkröten, Stachelrochen und sogar Makro-Meerestiere zu sehen, Unterwasserhöhlen zu entdecken, Wracks zu erkunden und vor allem gesunde Korallen zu bewundern. Es ist schlicht und einfach ein Unterwasserparadies für Taucher jeden Erfahrungslevels und kann garantiert mit Tauchplätzen in Asien mithalten. Die generellen Vorteile, mit einem Tauch-Center in Anse à l´Ane tauchen zu gehen, sind die schnelle Erreichbarkeit der Tauchplätze und die Tauchpreise, die im Vergleich zu Pointe du Bout und Anse Mitan günstiger sind. Mehr Informationen zum Tauchen in Martinique findet ihr hier.

Anreise: Fahrt mit dem Auto in Richtung Trois-Ilets und folgt den Schildern nach Anse d´Arlet. Alternativ könnt ihr auch eine direkte Fähre von Fort-de-France nach Anse à l´Ane nehmen.

Tauchen Martinique

Die Karibik bietet euch unglaubliche Tauchmöglichkeiten mit gesunden Korallen, jeder Menge Rifffischen und vielen Schildkröten.

3. Anse Cafard Sklaven-Denkmal

 Das Anse Cafard Sklaven-Denkmal im Südwesten Martiniques kann einen in seiner Schönheit gleichzeitig faszinieren und sehr demütig stimmen, zumindest ging es mir damals so. Dem Meer und in der Ferne Le Rocher du Diamant zugewandt, erinnern 20 weiße Steinstatuen an ein katastrophales Ereignis im Jahre 1830, als ein Schiff am Diamond Rock Mountain zerschellte. Ein Großteil der Crew und der Sklaven kamen bei diesem schrecklichen Unfall ums Leben. Heute sind diese gigantischen Bildnisse ein beliebter Zwischenstopp für viele Touristen und erzählen nicht nur die Geschichte der Menschen, die bei dem Schiffbruch vor der Küste Martiniques starben, sondern gedenken außerdem der tausenden versklavten Afrikaner, die im Verlauf des transatlantischen Sklavenhandels des 19. Jahrhunderts auf die Insel verschleppt wurden. Diverse Schilder (sowohl auf Französisch als auch auf Englisch) erklären die Geschichte und Bedeutung dieses Ortes.

Anreise: Folgt von Les Trois-Ilets aus der D7 nach Le Diamant. Sobald ihr Le Diamant erreicht, wendet euch zu Grande Anse de Diamant und folgt dieser Straße (D37) bis ihr das Denkmal links von euch seht.

Anse Cafard Slave Denkmal

Diese großen Figuren erinnern an einen tragischen Unfall im 19. Jahrhundert, als viele Sklaven bei einem Schiffbruch vor der Küste Martiniques starben.

4. Les Salines

 Les Salines ist der berühmteste Strand der Insel und ein perfekter Ort für Familien und alle, die sich gerne in der Sonne entspannen. Dieser von Palmen umrahmte, weiße Sandstrand am türkisfarbenen Meer ist ein richtiges Paradies und erinnert mich sehr an Nacpan Beach auf den Philippinen und Leleuvia Island in Fiji. Für eine kleine Erfrischung zwischen dem Schwimmen und Sonnenbaden sorgen die vielen Essensverkäufer, die den Strand ablaufen und einige einheimische Leckereien, wie z.B. Kokosnusseis, anbieten.

Das gesamte Gebiet um Les Salines eignet sich auch wunderbar zum Wandern und für Naturliebhaber. Im südlichen Teil des Strandes findet ihr Anse Meunier, wo Atlantik und Pazifik aufeinandertreffen. Ein Spaziergang entlang des Strandes wird euch außerdem viele tolle Möglichkeiten bieten, Fotos zu machen – egal ob Portraits oder Palmenkletterbilder. 🙂

Anreise: Nehmt von Les Trois-Ilets aus die M5 und fahrt nach Le Martin. Biegt dort rechts ab und folgt der D9 nach Sainte-Anne, der nächstgelegenen Stadt, ca. 2,5 km von Strand entfernt.

Tipps und Tricks: Am besten besucht ihr Les Salines unter der Woche oder am späten Nachmittag, wenn die meisten Tagestouristen schon wieder weg sind. So werdet ihr nicht nur in den Genuss eines friedlichen Sonnenuntergangs kommen, sondern auch den Strand mit seiner Flora und Fauna in ihrer unberührten Schönheit erleben.

Les Salines Strand

Les Salines gilt als schönster Strand ganz Martiniques, an dem sich meilenweit weißer, weicher Sand umrahmt von Palmenwäldern erstreckt.

5. Kajakfahren in Anse Noire

Kajakfahren ist eine beliebte Aktivität auf der Insel Martinique. Ihr könnt die Mangroven von Trois-Ilets auf einer Eco-Tour erkunden oder nahe Le Robert zum Insel-Hopping gehen. Mein persönliches Kajak-Highlight war allerdings in Anse Noire in der Nähe von Anse d´Arlet. L´Anse Noire ist ein Strand mit weichem, schwarzen Sand, der ganz einzigartig auf der Insel ist. Der Strand befindet sich am Ende einer steilen Steintreppe, ziemlich abseits des Mainstream Tourismus. Es werden vielleicht höchstens eine Hand voll anderer Leute dort sein, da die meisten Touristen eher nach Anse Dufour gehen, einen weißen Sandstrand in der nächsten Bucht.

In der kleinen Bucht von Anse Noire könnt ihr Kajaks (und Schnorchelzubehör) mieten und damit die Höhlen und Felsformationen entlang der Küste erkunden. Während ihr dort herumpaddelt, werdet ihr winzige Buchten finden, die ihr vollkommen für euch allein haben werdet. Da das Meer in diesem Gebiet für gewöhnlich sehr ruhig ist, empfehle ich euch, euer Kajak an einem dieser einsamen Strände eine Weile lang liegen zu lassen und die Magie der Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu entdecken. Die Riffe sind voll von farbenfrohen Korallen, es gibt jede Menge Fische und ihr seht vielleicht sogar ein oder zwei Schildkröten dabei.

Anreise: Nehmt von Trois-Ilets aus die D7 bis hinter Anse à l`Ane und biegt dann rechts in eine kleine Straße ab, sobald ihr das Schild „Anse Dufour / Anse Noir“ seht.

Tipps und Tricks: Ich empfehle euch, ein bisschen was zu essen und zu trinken für ein Picknick in einer der wunderschönen, kleinen Buchten mitzunehmen, an denen ihr mit dem Kajak vorbeikommt. Außerdem gibt es keine Bars oder Restaurants am Anse Noire.

Anse Noire Kayaking

Anse Noire ist bekannt für seinen schwarzen Sand und ein toller Ausgangspunkt zum Kajakfahren.

Lest hier meine 5 Top-Tipps für Martinique, die ihr keinesfalls verpassen dürft!

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