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Albanien Roadtrip: Die Albanische Riviera in 10 Tagen

Mit seinen 2,8 Millionen Einwohnern ist Albanien eines der kleinesten Länder Europas – und sicherlich auch eines der unberührtesten. Obwohl das Balkanland jedes Jahr an Popularität gewinnt, gilt es in Touristenkreisen noch weitestgehend als kleiner Geheimtipp. Wenngleich Albanien eines der am wenigsten entwickelten Länder Europas ist, so findet ihr hier einen einzigartigen Mix aus landschaftlicher Vielfalt mit viel natürlicher Schönheit, reicher Geschichte, interessanter und leckerer kulinarischer Spezialitäten sowie sehr günstige Preise.

Ein besonderes Highlight des Landes ist die Albanische Riviera, die es sich lohnt bei einer Rundreise kennenzulernen. In diesem Artikel stelle ich euch einen Albanien Roadtrip vor, mit dem ihr die erstklassigen Strände, die wunderschöne Natur und einige der beeindruckendsten historischen Orte Albaniens entdeckt.

Der Albanien Roadtrip im Überblick:

Tag 1: Tirana
Tag 2: Vlorë
Tag 3: Himarë
Tag 4: Himarë
Tag 5: Himarë
Tag 6: Ksamil
Tag 7: Ksamil
Tag 8: Berat
Tag 9: Berat
Tag 10: Tirana
Tag 11: Abreise

Die Highlights dieses Roadtrips

– Fahrt auf der Panoramastraße entlang der Albanischen Riviera  
– Überquert den berühmten Llogara-Pass
– Wandert durch den einzigartigen Gjipe-Canyon
– Schwimmt in kristallklarem Wasser am Strand von Ksamil  
– Besucht die beeindruckenden Ruinen vom Butrint National Park  
– Bestaunt den tiefblauen Bovilla-Stausee

Allgemeine Reiseinfos und Tipps

Wie schon im Intro geschrieben, ist Albanien eines der am wenigsten entwickelten Länder Europas. Konkret bedeutet das: Eine Vielzahl der Straßen ist in schlechtem Zustand, es gibt keine zentralen Busbahnhöfe und auch der öffentliche Nahverkehr ist spärlich ausgebaut. Zudem ist das Leitungswasser nicht trinkbar und bis auf ein paar Ausnahmen, gibt es im ganzen Land eher wenig touristische Infrastruktur. Auch Englisch wird in weiten Teilen des Landes so gut wie nicht gesprochen – also stellt euch drauf ein, ab und zu mit Händen und Füßen zu kommunizieren.

Für diese Route rate ich euch, einen Mietwagen zu buchen. Im Internet findet ihr zahlreiche Anbieter im Vergleich, von denen ihr das Auto auch direkt in Tirana am Flughafen abholen und auch wieder abgeben könnt.


10-tägiger Albanien Roadtrip

Diese Rundreise startet und endet in Albaniens Hauptstadt Tirana. Nachdem die Route einem relativ straffen Zeitplan folgt, könnt ihr die einzelnen Stopps nach Bedarf noch verlängern, um insgesamt ein bisschen gemütlicher zu reisen.

Tag 1: Ankunft in Tirana

Unterkunft: Tirana

Nachdem ihr in Tirana angekommen seid, geht’s erst mal in die Unterkunft. Solltet ihr euch Albaniens Hauptstadt Tirana noch ansehen wollen, empfehle ich euch, einen bis zwei weitere Tage in der Stadt selbst einzuplanen.

Ich lasse den Anreisetag meistens sehr gechillt angehen und rate euch, das auch zu tun. Denn die kommenden Tage werden vollgepackt sein mit vielen großen und kleinen Abenteuern.

Also besorgt euch noch etwas Leckeres zum Essen und ruht euch aus.

Tag 2: Fahrt nach Vlorë

Unterkunft: Vlorë

Nach dem Frühstück in Tirana geht es erst einmal zum Autoverleih.

Holt euer gebuchtes Mietauto ab, schnappt euch Google Maps und etwas zum Trinken und los geht’s in Richtung Küste.

Nach etwa zwei bis zweieinhalb Stunden Fahrt erreicht ihr um die Mittagszeit die Hafenstadt Vlorë, das Tor zur berühmten Albanischen Riviera.

Vlorë ist Albaniens ehemalige Hauptstadt und die drittgrößte Stadt des Landes. Hier treffen Adria und Ionisches Meer aufeinander. Das Ergebnis: sauberes Wasser und strahlende Strände. Inzwischen ist Vlorë ein beliebter Badeort, nicht zuletzt wegen des angenehmen Klimas mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr.

Weniger überlaufene Strände gibt es übrigens sowohl nördlich als auch südlich der Stadt, wie beispielsweise der Plazhi i Semanit oder der Strand von Orikum.

Auch bietet die Stadt eine schöne Strandpromenade mit gemütlichen Restaurants und Bars, die insbesondere gegen Spätnachmittag und Abend zum Verweilen einladen.

Genießt einen ersten entspannten Tag und Abend am Meer und bekommt einen ersten Eindruck von der Gastfreundlichkeit und Mentalität der Albaner.

Tag 3: Llogara Pass

Unterkunft: Himarë

Nach dem Frühstück geht’s mit dem Auto weiter Richtung Süden.

Heute gilt: der Weg ist das Ziel, denn das eigentliche Highlight des heutigen Tages ist nicht der Zielort, sondern die Fahrt dorthin. Lasst euch also Zeit, habt eure Kamera parat, denn heute kommt die ultimative Panorama-Tour!

Der Küstenlinie folgend werden die Straßen serpentinenreicher und winden sich den nächsten Künstenabschnitt hinauf zum Llogara Pass, eine der berühmtesten und eindrucksvollsten Passstraßen Europas.

Wer einen empfindlichen Magen hat, dem empfehle ich die Einnahme einer Reisetablette oder eines -kaugummis. 😉

Ganz oben auf dem Llogara Pass befindet sich das Panorama Restaurant, bei welchem ihr zum Mittagessen oder zumindest für einen schnellen Cappuccino auf der Dachterrasse anhalten solltet. Der Blick auf die Adria hier ist einfach gigantisch. Bei klarer Sicht, könnt ihr sogar die griechische Insel Korfu erkennen.  

Weiter geht es auf dem Llogara Pass. Die Straße schlängelt sich nun in Serpentinen wieder nach unten und gibt ein phänomenales Panorama auf die südlich liegende Albanische Riviera frei. Man will am liebsten alle paar Meter stehen bleiben und ein Foto machen.

Am Nachmittag erreicht ihr das nächste Etappenziel an der Albanischen Riviera, nämlich den Küstenort Himarë, wo ihr noch einen entspannten Abend verbringen und bei schönem Wetter am Strand den Sonnenuntergang genießen könnt.

Tag 4: Gjipe Canyon & Gjipe Beach

Unterkunft: Himarë

Nach dem Frühstück fahrt ihr von eurer Unterkunft ein Stück zurück in Richtung Llogara Pass. Nach etwa 15-20 min Fahrtzeit, direkt hinter einer langgezogenen Rechtskurve, erreicht ihr einen Abzweig nach links, inkl. einem dorthin zeigenden Straßenschild mit „Gjipe Beach“.

Entweder fahrt ihr die Straße entlang bis zu einem Schotterparkplatz – Er gehört zum Gjipe Beach. Oder aber, ihr fahrt die Passstraße noch ein Stückchen weiter hoch und parkt dort, mitten im Schotter auf einer ebenen Fläche neben der Straße.

Zweiteres bietet den Vorteil, dass ihr direkt von der Straße durch den schönen Gjipe Canyon bis zum Strand wandern könnt.

Der Gjipe Canyon ist nur wenige Kilometer lang, aber sehr imposant, wenn man erst einmal mitten drin steht. Er ist wohl einer der schönsten Orte in Südalbanien und v.a. berühmt für seinen gleichnamigen, wunderschönen Strand, den ihr in ca. 45 Minuten zu Fuß erreichen könnt.

Der Gjipe Beach ist ein wirklicher Traumstrand mit türkisenem klarem Wasser, umgeben von steilen Klippen. Und das Besondere: Zu diesem Traumstrand führt keine befahrbare Straße.

In den Sommermonaten schaffen es immerhin einige Touristen zu diesem Strand, aber in der Nebensaison ist dieser Beach ein idyllischer Hidden Gem.

Eine Albanerin verkauft in ihrem kleinen, lokalen Stand kühle Getränke und ein paar ausgewählte Snacks. Ansonsten findet ihr hier aber wenig bis keine Infrastruktur – Lediglich einen atemberaubenden Canyon und einen naturnahen Strand, der die Schönheit und die Vielfalt der Albanischen Riviera in einem Ort zusammenfasst.  

Abends könnt ihr in Himarë in einem der Strandrestaurants essen gehen.

Tag 5: Himarë

Unterkunft: Himarë

Den fünften Tag könnt ihr an einem der kleinen Strände rund um Himarë verbringen.

Einige Buchten lassen sich beispielsweise westlich von Himarë erwandern, wenn ihr mit dem Auto ein Stück in Richtung des Himaracamping fahrt und von dort aus entlang der Küste lauft, beispielsweise zum Gjiri i Akuariumit.

Auch östlich von Himarë gibt es großartige Strände, wie beispielsweise Plazhi i T’ia Goh Jelenia, ein versteckter und sehr kleiner Paradiesstrand.

All diese Strände sind nur mit dem Auto und anschließend mit einem kurzen Fußmarsch zu erreichen. Kiosks oder Cafés gibt es hier nicht, nehmt euch also entsprechend Verpflegung mit.

Zum Abendessen könnt ihr an der Waterfront von Himarë essen gehen, beispielsweise in der Taverna Stolis am Pinos Strand.

Tag 6: Ksamil

Unterkunft: Ksamil

Heute geht es ganz in den Süden von Albanien, nämlich nach Ksamil.

Auf dem serpentinenreichen Weg entlang der Südküste Albaniens gibt es immer wieder tolle Ausblicke, auch ins Hinterland. Ein kurzer Foto-Stopp hier und da bietet sich in jedem Fall super an.

Bis zur nächsten größeren Stadt Sarandë sind es nur etwa 55 km, aber aufgrund der kurvenreichen Strecke, insbesondere am Anfang, müsst ihr mindestens 1,5 Stunden einplanen.

Ihr erreicht die Küstenstadt zur Mittagszeit. Perfekte also, um in Sarandë einen Zwischenstopp einzulegen.

Dieser beliebte Sommerort liegt direkt gegenüber von der griechischen Insel Korfu und ist für viele Touristen der Ausgangspunkt, von dem aus sie die Albanische Riviera erkunden.

Mit ganztägig dröhnender Musik in den Strandclubs, zahlreichen kulturellen Veranstaltungen am Abend und vielfältigen touristischen Angeboten am Tag, ist Sarandë in den Sommermonaten ein pulsierender Touristenort.

Ein Spaziergang und Mittagessen an der schönen Uferpromenade gibt euch die Möglichkeit, den Vibe der Stadt ein bisschen einzufangen und nach euren Tagen in Himarë ein bisschen Stadtluft zu schnuppern.

Am Nachmittag fahrt ihr die verbleibenden 15 km nach Ksamil, wo ihr zunächst eure Unterkunft beziehen könnt.

Am Abend geht es zum Abendessen und Sonnenuntergang an den Strand. Beides könnt ihr übrigens perfekt kombinieren im nicht ganz günstigen, aber sehr authentischen Legisi Beach Restaurant.

Tag 7: Ksamil

Unterkunft: Ksamil

Eine Woche seid ihr jetzt schon unterwegs in Albanien. Zeit für einen Relax-Day am Strand.

Sucht euch einfach einen schönen Spot am Strand, irgendwo zwischen Poda Beach, Relinda Beach und Bora Bora Beach. Im Sommer reiht sich hier ein Beach Club an den nächsten – es gibt Liegen, Cocktails und Snacks. Außerdem klares, fast karibisches Wasser in den schönsten Blautönen und ganz viel weißen Sand.

Wem das Baden und Faulenzen zu langweilig ist, der kann auch zu den Ksamil Islands hinüberschwimmen oder sich vor Ort ein Kayak oder SUP ausleihen und die Tour im Trockenen machen.

In der Nebensaison habt ihr die Strände hier mehr oder weniger für euch allein, da bietet sich ein Beach-Day umso mehr an, weil ihr wirklich abschalten könnt und euch fühlt wie in der Karibik.

Tag 8: Butrint Nationalpark

Unterkunft: Berat

Nach dem Frühstück geht’s mit dem Auto zum fast südlichsten Punkt Albaniens, zum Butrint Nationalpark.

Das Zentrum des Nationalparks ist die antike Stadt Butrint, die inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Sie war einst eine der schönsten Städte im gesamten Römischen Reich. Butrint sollte ein Hospiz für die Veteranen römischer Kriege werden, aber ein Erdbeben zerstörte den größten Teil der Stadt. Viele der Ruinen, die ihr heute dort seht, stammen aus der Zeit dieses Erdbebens, und die Stadt verschwand danach von der Karte.

Mit einer malerischen Lagune drumherum und den Bergen, die den Butrint Nationalpark umgeben, lohnt es sich, hierher zu kommen.

Es bietet sich an, in Ksamil noch kurz für einen Mittagssnack zu halten. Anschließend geht es durch das Hinterland in das 220 km entfernte Berat. Über die E853 kommt ihr auf dem Weg übrigens auch noch an einer anderen bedeutsamen UNESCO-Stätte vorbei: Gjirokastra. Falls ihr noch Zeit und Energie habt, lohnt sich hier noch ein kurzer Abstecher.

Den Abend könnt ihr entspannt in einem Restaurant in Berat ausklingen lassen.

Tag 9: Berat

Unterkunft: Berat

Nach dem Frühstück geht es auf Erkundungstour durch Berat.

Berat, oder auch „die Stadt der tausend Fenster“, ist eine süße UNESCO-Stadt voller Häuser aus der osmanischen Zeit, beeindruckender Festungsanlagen, Kirchen und Moscheen. Die Gebäude befinden sich größtenteils am Hang.

Zwischen dem dorfähnlichen Kala-Stadtteil und dem mittelalterlichen Basar, einer lebhaften Cafészene und einem der schönsten ethnografischen Museen auf dem Balkan, gibt es in Berat so einiges zu entdecken. Ganz zu schweigen von den spektakulären Tälern, Schluchten und Weingütern, die von der Stadt aus ebenfalls schnell zu erreichen sind.

Lasst euch am besten einfach treiben und erkundet die Stadt mit ihren vielen historisch bedeutsamen Bauwerken zu Fuß. Saugt etwas von dem einzigartigen Vibe auf und probiert ein paar der leckeren kulinarischen Spezialitäten der Stadt.

Verlängerungsoption: Sollte euch mehr nach Natur sein, empfehle ich euch den Osum Canyon. Der etwa 13 km lange, tief in die Landschaft eingeschnittene Canyon ist ein einzigartiges Naturschauspiel und sicherlich ein Highlight eurer Albanienreise. Um den Canyon richtig zu erleben, empfehle ich euch eine Tagestour, weshalb sich hierfür eine weitere Übernachtung in Berat lohnt.

Tag 10: Bovilla-Reservoir

Unterkunft: Tirana

Brecht rechtzeitig nach dem Frühstück in Berat auf zur letzten größeren Etappe.

Etwa 125 km müsst ihr zurücklegen, um das Bovilla-Reservoir nördlich von Tirana zu erreichen. Aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse auf den letzten Metern, kurz vor dem Stausee, zieht sich die Strecke und ihr müsst mit mindestens 2,5 Stunden Fahrzeit rechnen.

Mittags erreicht ihr das Bovilla-Reservoir, mitten im Skanderbeggebirge nordöstlich von Tirana. Der Stausee liefert das meiste Trinkwasser für die Hauptstadt Albaniens und ist zugleich ein landschaftliches Highlight.

Auch wenn der Schotterweg mit vielen Schlaglöchern euch eine Menge Zeit (und Nerven) kostet, bin ich der Meinung, ein Besuch am Bovilla-Reservoir ist alle Strapazen der beschwerlichen Autofahrt wert.

Abends geht es dann zurück nach Tirana, wo ihr noch eine Nacht verbringt, bevor ihr abreist.


Wie könnt ihr die Reise verlängern?

Falls ihr mehr Zeit habt, überlegt euch, eure Reise nicht nur auf die Albanische Riviera zu konzentrieren, sondern auch den Norden sowie die beeindruckenden Bergregionen Albaniens zu erkunden.

Sehenswerte Orte in Albanien sind beispielsweise Shkodër und der gleichnamige See an der Grenze zu Montenegro, der Komansee, das Valbona-Tal mitten in den albanischen Alpen sowie der kleine Orth Theth, Albaniens viertgrößte Stadt Elbasan mit ihrer berühmten Burg, das Kap von Rodon, die Stadt Gjirokastra und ihre UNESCO-Burg sowie die Stadt Durrës.

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Lena
Lena

Hi, I'm Lena. I've been on the move traveling the world, diving oceans and climbing mountains for almost 10 years. On the blog, I share with you my favorite once-in-a-lifetime travel experiences, places off the beaten path and tips on how you can travel and dive the world without spending a fortune. Also, say hi and join my journey on Instagram - see you there!

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